The University of Western Australia - Universität in Perth .: Diese Seite ist ein Informationsangebot des Instituts Ranke-Heinemann zum Studium in Australien :.
Erfahrungsbericht über ein Auslandssemester an der UWA in Perth, Sommer 2006
Hi and G’day guys!
Ich habe ein Semester an der University of Western Australia in Perth studiert und dieses
Semester wurde für mich zu einer der schönsten und besten Erfahrungen, die ich bisher machen konnte. Es wäre eine Leichtigkeit ganze Kapitel über das Uni-Leben zu schreiben.
Eine Universität mit hervorragender Ausstattung, einer Top-Organisation und zuverlässigen Ansprechpartnern, sowie viele internationale und tolle Leute, Sonne, Strand, Meer, Spaß und ein ganz neuer Lifestyle sind nur einige Schlagwörter auf einer ganzen Palette an positiven Eindrücken, die mir von der Westküste geblieben sind.
Um es direkt vorweg zu nehmen:
Ich kann ganz ehrlich behaupten, dass mein Auslandssemester eines der besten, interessantesten und produktivsten Semester in meinem Studium gewesen ist! Und ich bin froh, es erlebt zu haben.
Zu Beginn stand die Kommunikation zwischen der Universität, dem Institut Ranke Heinemann und mir als Student im Vordergrund, die komplikationslos und schnell verlief. Jeder einzelne Schritt in meiner Bewerbungsphase wurde klar und einfach vermittelt und ich hatte zu jederzeit einen Ansprechpartner. Dementsprechend konnte ich kaum eine Spur Nervosität vor der Abreise verspüren.
Ich war bereits zwei Wochen vor Semesterbeginn angereist, um mir einen Überblick über die Uni und die Stadt zu verschaffen. Es ist eine sehr übersichtliche Stadt, zumindest was das Zentrum betrifft. Vom Haupt-Busbahnhof fahren gleich vier Busse zur Uni, die nur zehn Minuten entfernt liegt.
Einmal auf dem Campus angekommen, kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Es ähnelt dort stellenweise mehr einem botanischen Garten als einem Campus! Eine Gruppe von Kakadus hat sich auf einigen Bäumen direkt am Wegesrand angesiedelt und andere kleinere Papageien-Arten sieht man nicht selten sich dazu zu gesellen. Große und sehr alte Bäume, sowie einige Palmen und auch einige großangelegte Wiesen für Sportevents oder zum Dösen in der Sonne und Lesen, gibt es an jeder Stelle.
Da die Uni direkt am Swan River gelegen ist, befindet sich dort auch der Wassersportclub, von dem man eine tolle Aussicht auf die Stadt hat.
Mein erster Eindruck war demnach - wörtlich gesprochen - überwältigend und es war unvermeidbar sich auf das Semester zu freuen.
In der Orientierungswoche vor dem eigentlichen Semesterstart war es eine Leichtigkeit mit anderen Studis ins Gespräch zu kommen und erste Kontakte zu knüpfen. So wurde in den ersten Tagen - auch von den Mitarbeitern des ‚International Office’ - darauf wert gelegt, sich untereinander kennen zu lernen und nebenbei natürlich auch alle wichtigen Infos für den Semesterstart mitzubekommen. Die Einschreibung wurde im Voraus als das komplizierteste Procedere angesehen, was dem aber absolut nicht entsprach. Alles ist klar und übersichtlich erklärt und selbst wenn Fragen aufkamen, war immer jemand für einen da.
Ein reibungsloser Semesterstart ist also meiner Meinung nach fast garantiert!
Am big ‚O-day’ (die Orientierungsveranstaltung für alle Studenten) sind Zelte und Stände aller verschiedenen Clubs der Uni aufgestellt und werben für eine (meist) kostenlose Mitgliedschaft. Es gibt so ziemlich alles, vom Outdoor Club und Rugby für Mädels über ‚how to practice meditation’ bis hin zum Perth International Club. Es ist eine tolle Möglichkeit schnell neue Leute mit gleichen Interessen kennen zu lernen.
Ich persönlich habe allein in der ersten Woche auf diese Weise einige richtig nette Studis getroffen, mit denen ich jetzt noch in Kontakt bin und auch bleiben werde.
In der ersten Woche des Semesters fanden alle Einführungsveranstaltungen der verschiedenen Fakultäten statt und man hatte die Gelegenheit alle Räumlichkeiten ausfindig zu machen.
So wurde ich schnell mit der Größe des Campus und den für mich wichtigen Gebäuden vertraut. Karten vom Gelände sind überall ausgehangen und aufgestellt und alles ist sehr übersichtlich, ganz im Gegensatz zu meinen Erfahrungen in Deutschland.
Und konnte man wirklich einmal den Raum nicht finden, war bestimmt jemand auf dem Campus der einem weiterhelfen konnte.
Schwarze Bretter hangen an allen Gebäuden aus, an denen die verschiedensten Anzeigen gesteckt waren. Das bot auch eine erste Möglichkeit an Wohnungsanzeigen zu gelangen. Ich persönlich hatte das Glück privat unterzukommen und mich nicht mit der Unterkunftssuche beschäftigen zu müssen. Aber ich habe durch einige Kommilitonen mitbekommen, dass es prinzipiell recht einfach war eine Wohnung oder ein Zimmer für das Semester zu finden. Und spätestens nach zwei Wochen an der Uni, war jeder, mit dem ich gesprochen hatte, damit versorgt.
Neben den Schwarzen Brettern dienten besonders Zeitungsanzeigen als sehr gute Anlaufstelle für Unterkunftssuchende. Ansonsten sind viele Studenten in Zimmern, die von der Uni zur Verfügung gestellt werden, untergekommen, von denen ich viel Gutes gehört habe.
Ich habe mich während des Semesters zum Lernen hauptsächlich in den Büchereien aufgehalten. In allen Büchereien auf dem Universitätsgelände gibt es Computer, die allen Studenten zur Verfügung stehen. Jeder Student erhält am Anfang des Semesters Zugang zum Internet und eine eigene E-mail Adresse, die hauptsächlich zur Kommunikation zwischen der Universität und dem Studenten dient.
Der Umgang mit dem Computer wird demnach definitiv vorrausgesetzt. So wird jedem Studi ermöglicht, den Computer zu fast jeder Zeit benutzen zu können. Manche Multimedia labs sind sogar 24 Stunden am Tag an sieben Tagen in der Woche zugänglich. Das ist besonders wichtig, da ständig Hausarbeiten während des Semesters zu schreiben sind, die oftmals das Recherchieren im Internet oder im Online-Archiv voraussetzen. Wenn ich eines richtig gelernt habe, dann ist das Essays zu verfassen, gezielt Informationen zu suchen und zu verwerten und richtig zu referieren. Die Hausarbeiten waren im Durchschnitt immer ca. zehn Prozent der Endnote wert. Ich fand es eine gute Möglichkeit Punkte während des Semesters zu sammeln und mit den Klausuren am Ende nicht ganz so viel Stress zu haben, da diese dann meistens nur 50-60% wert waren. Für mich als Biologiestudent waren diese „Assignments“ eine ganz neue Erfahrung, von der ich sehr profitiert habe.
Desweiteren hat die Uni ein richtig schönes kleines „Zentrum“, in dem ein Café, zwei Buchläden, ein Friseur, Kiosk, eine Bank, ein Reisebüro, eine Apotheke, ein Ärztezentrum und Weiteres untergebracht sind. Ich fand es sehr praktisch, kleinere Besorgungen oftmals direkt an der Uni erledigen zu können.
Es wurde einem Vieles geboten, um die Lernatmosphäre so angenehm wie möglich zu gestalten. Das war etwas, was mich besonders beeindruckt hatte. Was dies unterstützte waren die sehr gut organisierten Praktika, die einmal pro Woche stattfanden. Da ich Biologie studiere, kann ich nur für einige Fächer wie Neurobiologie und Herpetologie sprechen. Hierbei war ich von der Durchführung und den ständig verfügbaren Materialien begeistert. Speziell im Neurobiologiekurs hatten wir die Möglichkeit menschliche Gehirne aus allen Perspektiven zu erkunden und das Gelernte anzuwenden. Schritt für Schritt wurde einem die ganze Komplexität zugänglich gemacht und durch Übungen, die aus kleinen Testfragen bestanden, konnte das Wissen intensiviert werden. Ich war vollends begeistert davon, besonders da neben der normalen Wissensvermittlung viel Wert darauf gelegt wurde, in jedem Studenten Interesse und Neugier zu wecken. Das hat besonders in diesem Kurs sehr gut funktioniert!
Der Vorteil an australischen Universitäten ist, dass auch Fächer belegt werden können, die außerhalb des eigenen Studienganges liegen. So habe ich die Gelegenheit genutzt und einen Kurs in Anthropologie belegt, der sich natürlich stark in der Durchführung von den naturwissenschaftlichen Fächern unterschieden hat. Da ich keine Vergleichsmöglichkeiten zu deutschen Universitäten in dieser Fachrichtung habe, kann ich nicht sagen ob es besser oder schlechter abgehalten wird. Aber ich kann sagen, dass ich diesen Kurs genossen habe, auch wenn er nur aus den Vorlesungen und einem wöchentlichen Tutorium bestand. Ich fand es für mich persönlich wichtig ein Tutorium in einem sozialwissenschaftlichen Fach zu haben, da es ständig das Diskutieren verschiedener Dinge voraussetzte und ich somit die Chance hatte mein Englisch zu erweitern und zu verbessern. Diese Möglichkeit war einem nicht unbedingt in einem naturwissenschaftlichen Fach gegeben.
Auch wenn das Studieren im Vordergrund stand, war es wichtig seine Freizeit nicht zu vergessen. Wenn man sich in einem der oben genannten Clubs eingeschrieben hatte war das ohnehin kein Problem, da man immer wieder auf Events aufmerksam gemacht wurde. Aber auch außerhalb der Clubs gab es eine ganze Reihe an Möglichkeiten, bei denen Strandbesuche und Ausflüge zu nahgelegenen Orten für mich im Vordergrund standen. Ich habe an einigen Tagesausflügen die Umgebung um Perth erkundet und einen Surfkurs übers Wochenende belegt. Es gab so Vieles, womit man sich erholende Freizeit verschaffen konnte. Im Übrigen hat der Perth International Club hin und wieder auch mal zu Pubbesuchen oder Ähnlichem eingeladen, was definitiv zum besseren kennen Lernen von Mitstudenten beiträgt.
Ich konnte neben internationalen Studenten auch viele lokale Leute kennen lernen und habe somit einen recht gute Eindruck in deren Leben erhalten. Es war deshalb unmöglich nichts von der Nationalsportart, dem Australian Football, mitzubekommen. Und sobald ich einmal die Regeln begriffen hatte, war auch ich vom Fieber gepackt und genoss es mir Spiele im Fernsehen oder gar im Stadium anzusehen. Das bot oft eine willkommene Abwechslung zum manchmal stressigen Unileben und war zudem immer ein Thema über das man sich gern unterhielt.
Auch wenn es einem manchmal einige mühselige Stunden vor dem Computer gekostet hat, ich habe das Semester vollends genossen und konnte keine Spur an Heimweh während der gesamten Zeit verspüren. Im Gegenteil, die Zeit verflog in Windeseile, und ich war schneller wieder zurück in Deutschland als mir lieb war.
Ich kann demnach ein Auslandssemester in West-Australien, speziell an der University of Western Australia, nur empfehlen!
In diesem Sinne,
Take it easy and see ya later guys!
Erfahrungsbericht - Hubertus Winkler
Ja, meine lieben StudienkollegInnen,
Es war mein Glück, dass es mich schlußendlich, dann doch nach Perth/ Western Australia - kurz WA, wie die Ozzis, als Abkürzungskünstler sagen - verschlagen hat. Für mich und meine zwei Freunde stand eigentlich nur die Ostküste zur Debatte, als dann aber ein Freund (der übrigens auch über IDP Ranke-Heinemann nach Australien ging) uns vorschwärmte von Perth und uns diese laid back Lebensgefühl total schmackhaft machte, entschieden wir uns für Perth. Perth ist eine Stadt mit ca. 1,4 Mio. Ew, wirkt aber eher als eine riesige Ansammlung von Suburbs - Perth ist eher in die Breite gebaut und die Skyline von Perth besteht einfach aus diesen 5 oder 6 Hochhäusern, aus dem business distict. Nur um den Gegensatz zu Sydney oder Melbourne zu skizzieren, wo es egal ist, von welchem Standort aus man ein Photo macht - es sind sicherlich immer Hochhäuser drauf zu sehen, dem ist nicht so in Perth.
Kurze Fakten und Ratschläge:
AUTOKAUF: kein Problem, einfach vom RAC (austral. oemtc, oder adac) checken lassen und ich kann empfehlen, entweder ein neueres Auto (ab Baujahr 97) - Kombi (station wagon) um mind. AUD 6000,-, oder eine günstige Variante (unter Bj. 92) um ca. AUD 2000,- aber mit Funkgerät falls ihr Reisen wollt, und in der Pampas stecken bleiben solltet - handy netze nicht sehr gut ausgebaut in WA.
Wir haben eine "tour across Australia" angerissen, hatten einen ford falcon (bj 93 um AUD 4200,-) - war der totale Reinfall: viele Reparaturen, und niedriger Wiederverkaufswert.
SURFEN: der hammer!!! sofort damit beginnen, denn ansonsten lernt man es nicht so gut, damit man sagen kann "ich war heute surfen" - eher: "ich habe heute wiedermal probiert zu surfen" - und wir sind eigentlich nicht unsportlich (können schifahren, snowboarden...)
zu beginn ein minimalibu - entweder gebraucht über den quokka (zeitschrift, die immer am donnerstag erscheint - nicht online, da sind fast keine einträge drinnen), oder direkt bei einem shaper (zb Oceanline in Wangara - 30 Automin. nördlich von Perth)
PARTY: Montag - Deens in Northbridge - eher Backpackers
Dienstag - Hippie Club in Leederville
Mittwoch - Leederville Hotel und dann Hippie Club
Donnerstag - Claremont Hotel und dann Cuppa (oder Bayview Club)
Freitag - Brisbane Hotel oder was anderes in Mt. Lawley
Samstag - Subiaco, Mt. Lawley oder Northbridge
Sonntag - Sunday Session (ab 5 pm) Ocean beach hotel, oder Cottesloe Beach Hotel - der hammer!!! ein muss
wir waren do bis so immer unterwegs - war echt super - aber jeder hat einen anderen geschmack, also austesten. ;-)
WOHNEN: Das erste Semester haben wir im Trinity college gewohnt. War echt super zum Leute kennenlernen, aus allen verschiedenen Ländern und Kulturen - auch Menschen, die man eben sonst nicht treffen würde. Essen war nicht schlecht, aber ziemlich einfalllos - nach zwei Monate hat man dann genung, würde ich sagen. ansonsten echt nicht schlecht - wir hatten ein appartment "townhouse 3", zu dritt angemietet, waren also total unabhängig vom college, konnten aber immer essen gehen, und die anderen vorzüge des colleges genießen. Das zweite Semester haben wir dann in Strandnähe gewohnt - 300 m vom Strand weg. War echt super. Ich nutzte diese Möglichkeit und bin abends (wenn wir nicht surfen waren) immer für einen schnellen run am beach gewesen. der hammer - ich wollte schon immer mal am "beach" wohnen - Ein highlight des Auslandsjahres: Man hat die Möglichkeit zum Strand zu gehen und tut es dann auch - kein Vergleich zu einer Wohnung in Uninähe. Nur empfehlenswert
Nicht zu Vergessen - STUDIUM:
Im Vergleich zu Österreich, hat man während des Semesters mehr zu tun: projects (zb 20 %), assignments (zb 10 %), midsemester exams (20 %)... dafür aber am ende eine prüfung über den gesamten oder den ab dem mid-term exam, und die prüfung zählt "nur mehr" zb 50% der gesamtnote.
Sonst, sind die Professoren sehr locker, nett, hilfbereit und professionell - aber ich würd sagen nicht besser als in Österreich. ist immer individuell verschieden ;-)
WICHTIG: wenn ihr was lernen wollt - was ich ja hoffe - dann schaut, das ihr ja mind. 2. oder 3. jahres "units" bekommt, denn alle anderen sind "simples basiswissen" - reine wiederholung. wirklich wir haben so eine erfahrung gemacht... schade um die zeit.
Studieren wird hier halt noch als Service gesehen - wirklich, alle (Sekretärinnen, Tutoren, Bibliothekare,...Professoren - alle sind sehr hilfbereit - nutzt diese Möglichkeit)
Ja und im Sommer sind wir dann herum gereist:
Perth - Esperance - Adelaide - Melbourne - Sydney - Surfers Paradise - Brisbaine - Whitsunday islands - und retour quer durch Australia. näheres auf
http://www.fj.rueckl.at
Und vergesst eines nicht - Wie schön ein Ort/ Auslandsjahr ist, hängt immer davon ab, welche Leute man kennenlernt. Echt! wir haben echt coole Norweger und Australier kennengelernt, das hat die Zeit in Australien sicherlich um einiges bereichert ;-)
Best regards
and Enjoy
Hubertus
Erfahrungsbericht - Benjamin Bluhm
Ich habe für zwei Semester in Perth an der UWA ein study abroad programm im Bereich BWL absolviert, nachdem ich mein Grundstudium in Hamburg abgeschlossen hatte. Die Zulassungsbedingungen fuer SA an der UWA sind recht locker, man muss einen TOEFL-Test mit mindestens 213 Punkten vorweisen und einen Notendurchschnitt im Vordiplomszeugnis von mindestens 3.0. Dazu kommen noch die Studiengebühren von etwa A$ 7500,- pro Semester.
Ich habe hauptsächlich Fächer im Bereich Finance studiert, pro Semester habe ich vier Fächer besucht. Wer seine Kenntnisse im Bereich Corporate Finance und Investment Finance vertiefen möchte, ist an der UWA an der richtigen Adresse. Es gibt ein breites Angebot an Faechern in diesen Bereichen, wie z.B. Derivatives (pricing and hedging strategies)/ Investment Analysis/ Trading in Securities Markets/ Introduction to Finance/ International Finance, um nur einige der angebotenen Faecher zu nennen. Man kann natürlich auch Fächer in anderen Bereichen wie z.B. Marketing, Accounting oder Economics belegen. In den meisten Fächern setzt sich die Gesamtnote aus mid-semester Test oder Hausarbeit (30-40%) und End-Klausur (60-70%) zusammen, manchmal wird auch noch die Mitarbeit in Tutorien bewertet, die es kursbegleitend fuer jedes Fach gibt. Neben der kursrelevanten Fachliteratur, muss man sich darauf einstellen, viele Studien und Analysen anderer Universitäten zu lesen und zu verstehen. Die Klausuren bilden dann eine Kombination aus rechnerischen und inhaltlichen Fragestellungen.
Die Kurse sind sehr interessant, weil viele Beispiele von internationalen Unternehmen und von Finanzmärkten unterschiedlichster Regionen in die Vorlesung eingebracht werden. Wenn man die Vorlesungen besucht, hat man das Gefühl, zu wissen, wofür man Dinge lernt. Man hat das Gefühl, dass man das vermittelte Wissen später einmal in den Beruf einbringen kann.
Um in den Fächern gut abzuschneiden, muss man schon einge Zeit zum Studieren aufwenden, dennoch ist es im Vergleich zu deutschen Universitäten etwas weniger.
Es ist auf jeden Fall möglich alle Fächer zu bestehen und nebenher noch ein gute Zeit zu verbringen mit Freunden, Sport, Reisen und allem was sonst noch dazu gehoert.
Neben den akademischen Kursen hat die Universität ein breites Angebot von freiwilligen Aktivitäten, wie z.B Surfkurse, Tauchkurse und Tauchtouren und Reisen in Westaustralien. Die Universität hat ihre eigene Tennisanlage, Squashplätze, Schwimmbad und ein eigenes Fitnessstudio.
Mir hat besonders gut gefallen, dass die Uni direkt am Swanriver gelegen ist, man kann zwischen Vorlesungen gut auf den weiträumigen Grünflächen am Fluss mit einem Milchshake aus dem nahegelegenen Cafe ausspannen. Auch in der Uni gibt es diverse Grünflächen mit Bäumen und Palmen, die im Sommer Schatten spenden. Fast alle Fakultäten sind auf dem Unigelände am Swanriver gelegen und die Bibliothek bildet das Zentrum des Unigeländes. Die Bibliothek hat eine eigenen outdoor-Bereich, wo man das Studieren mit dem schönen Wetter verbinden kann.
Im ersten Semester habe ich in einem der fünf Colleges (eine Art Studentenwohnheim) gewohnt, die der Universität angeschlossen sind. Es war dort sehr leicht, andere Studenten kennenzulernen und letztendlich habe ich im College meine besten Freunde gehabt. Es sind dort nicht nur Australier, sondern Studenten aus aller Welt, so dass ich nun Freunde in unterschiedlichsten Erdteilen habe, wie z.B. Singapur, Indien, Kenia, Schweden, Italien, Kanada und natürlich Australien.
Im zweiten Semester habe ich dann mit einer Bekannten ein Haus angemietet, auch nur fünf Minuten Fussweg von der Uni entfernt. Es ist kein Problem ein WG-Zimmer in Uni nähe zu finden oder mit Freunden ein Haus anzumieten, und es ist deutlich billiger und komfortabler, als im College zu wohnen.
Wenn man in Uni nähe wohnt, dann ist es auch nur 10-15 Minuten mit dem Bus zu Perth´s Cottesloe
Beach, der meistbesuchte Strand in Perth. Das Wetter in Perth ist so gut, dass man von November bis Mai fast täglich zum Strand gehen kann, was für mich oft eine willkommene Entspannung nach der Uni war.
Wenn man dann immer noch nicht genug von Sommer, Sonne und Strand hat, bietet es sich an in den Semesterferien im Juli in den Norden zum Nigaloo Reef zu reisen, etwa 1000km noerdlich von Perth. Dort ist das Wetter auch zu dieser Jahreszeit hervorragend und die Unterwasserwelt am Riff ist faszinierend.
Insgesamt hat Perth einen sehr hohen Freizeitwert, weil man wegen des guten Wetters und der vielen Natur einfach die meisten Aktivitäten nach draussen verlegen kann. Sehr zu empfehlen, ist ein BBQ mit Freunden am Swanriver (BBQ-Plätze gibt fast überall, wo man sich ein gutes BBQ vorstellen kann) oder ein Abend im Ocean Beach Hotel mit Blick auf den Sonnenuntergang im Indischen Ozean.
Ehemalige und derzeitige Studierende treffen sich im 4A Club.
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